Monika Meinold

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  video/dokumentation zu raum 25



 



Raum 25
2016, 5'00''








Raum 25/Buchprojekt von 1993


Es entstanden in der Arbeiterkammer in Bremerhaven/Abteilung Steuerrecht im Jahr 1993/zur Künstlerförderung/Hansestadt Bremen insgesamt neun Buchbände. Sechs der Buchbände/zu Raum 22 und 23 wurden angekauft.

Bewegung uniform/Bewegung difform
und Raum.
Technik: Graphirzeichnungen, Format: 61,5 X 43,3 cm


Thema meiner Auseinandersetzung galt hier dem zeichnerischen Analysieren der Bewegung drei verschiedener und immer wiederkehrender Ordnungssysteme einer vorgegebenen Raumsituation:
Bewegung uniform/Bewegung difform und Raum.
Ich zeichnete monatelang die sich dort alltäglich abspielenden Bewegungen in drei analogen Räumen, denen je drei Bücher, geordnet nach dem System Bewegung uniform /Bewegung difform und Raum zugordnet sind.
Meine Zeichnungen sind rezipierend, beziehen sich auf Vorgegebenes, nähmlich SachbearbeiterInnen, die Ratsuchenden und den Raum.
Abhängig von den Bewegungskategorien befinden sich quantitativ mehr oder weniger Zeichnungen in einem Buchprojekt (von den insgesamt 9 Büchern).
Der Standort der Akteure und mein Sichtpunkt blieben konstant. Auch die Platzierung der Zeichnung (Bewegungsraum) auf der Fläche legte ich fest.

In den Bewegungskreislauf gliederte ich den Sachbearbeiter bzw. die Sachbearbeiterinnen ein. Die Abfolge ist ein mechanisch/zyklischer Bewegungsvorgang. Sie ist gebunden, in sich geschlossen, widerholend, also zyklisch.
Bei den Ratsuchenden zeigte ich die unterschiedliche Intensität jedes Einzelnen innerhalb des Blattraums. Durch das sich ständige Wechseln der verschiedenen Personen des Platzes im Raum, entstanden unterschiedliche Zeichengeflechte, welche auch von der Dauer einer Sitzung abhängig waren. Die Bewegung ist die Abfolge vieler individueller bewegungsmechanischer Vorgänge auf verschiedenen Einzelblättern im Buch. Sie ist unendlich, d.h. sie beginnt und endet nach längerer fortlaufendender Serie mit einem Mandanten. Die Bewegungsserie könnte „unendlich“ fortgeführt werden.
Während der Leerphasen d.h. durch die Abwesenheit der Akteure im Raum, zeichnete ich den nackten Raum, den Büroraum als solchen. Durch diese dritte Dimension, d.h. der Erfassung des Raumes, schloß sich der Kreis. Von Blatt zu Blatt entstanden aphoristische, perspektivische Zeichengespinste und die sich darin befindenden interaktiven Gegenstände, die atmosphärisch mehrere detailierte Raumstellen zeigen. Die Bewegung ist durch die Abfolge ständig wechselnder Bildflächen/Raumausschnitte des sich daraus entwickelten Gesamtraumes/narrativer Raum im Buch.
Die der Graphittechnik auf dem ca. Din A2 ausgeführten Blattes, wurden später in schwarzen Leinen gebunden.

Die Intensität d.h. die Geschwindigkeit des Zeichnens/Fluß der Zeichnung und meine Wahrnehmung war abhängig von der Intensität der Bewegung dieser Menschen.

Durch die drei Plätze innerhalb der Räume und durch die Ausstellungspräsentation dort, konnten sich die Besucher in der Austtellung einen eigenen/sinnlichen Weg zu dem Werk eröffnen.




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© M.Meinold