Monika Meinold

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 passion 2020



                                                                  
     

          
   


 


Fotos bitte anklicken


Oben links/Foto
Gesamtansicht: Acrylglassockel/111 x 37 x 37 cm;

Im Sockelinneren: ein auf den Boden gestellter
(batteriebetriebener)
Solardrehteller/darauf liegend eine bezeichnete mit schwarzem
Schultafellack lackierte Sperrholzplatte in Kreisform; Ø 33,5 cm


Auf dem Sockel: eine mit Kraftmagneten angebrachte Revolver-Attrappe/links
und rechts daneben: eine unbenutzte Magnetscheibe/angeschraubt

Distanz zwischen Wand und Vorhang: ca. 40 cm
2 Stoffbahnen dienen als Vorhang (befestigt mit 10 Clips an Stange/98 cm lang);
Innerhalb der Stoffbahnen befindet sich ein aufgehängter Unterwegs-Lautsprecher.

Wand/ein türkisfarbener Objektrahmen, 43,5 x 33,5 x 3,2 cm,
Gravur auf Radierplatte/transparent,
Glasfarbe/rot, eine (fast) ausradierte Bleistiftzeichnung meines Vaters; A5 Format
vorhandene restliche Plastikfolien/Fetzen (hellblau) auf Radierplatte so belassen


Oben rechts/2 Fotos

Blick ins Sockelinnere von oben

Unten/Fotosequenz
Objektzeichnung hinter dem Vorhang



Erläuterungen zur Objektarbeit Passion 2020

 
Impulsgeber für die Arbeit Passion war ein Traum etwa Mitte März 2020.
Ich entschied mich den Traum in eine Objektzeichnung umzusetzen.
Eine Revolver/Attrappe, welche auf einen blickdichten schwarzen Vorhang gerichtet ist, sollte vor allem die Aufmerksamkeit des Betrachters dahingehend lenken.

Der transparente Sockel diente mir schon einmal für eine Objektarbeit, Io von 1992.
Ich ließ den Sockel als solchen bestehen und nahm nur den den Ordner ab, welcher einst am Sockel mit zwei Schrauben befestigt war. An dessen Stelle befestigte ich zwei Magnete, welche an eine Knopfform erinnern. Einen schraubte ich linksseitig und den anderen rechtsseitig fest. Die Pistole fußt auf dem linken Magnet. Es wäre möglich, diese auf die andere offene Magnetscheibe zu setzen.
Im unteren Sockelteil befindet sich auf einem beweglichen Solarteller eine Scheibe. Auf diese mit schwarzem Schultafellack bestrichene Kreisform zeichnete ich mit weißer Kreide ein Spinnennetz. Die gelben gefangenen Pistolenkügelchen platzierte ich auf die Fäden des fiktiven Netzes.

Zwischen den zwei Stoffbahnen befindet sich ein nicht sichtbarer aufgehängter kleiner Lautsprecher, aus dem eine Mädchenstimme ertönt.
Ich habe diese Stimme aufgenommen, und mithilfe einer Computersoftware auf vier unterschiedlichen Tonspuren (kleiner Kinderchor) zusammengestellt.
Sie spricht oder singt das immer wiederkehrende Wort Light. Es kann unterschiedlich übersetzt oder verstanden werden. Im Englischen bedeutet das Wort Licht. Im Deutschen = Leid.
Die Stimme/n sind in wiederholter Abfolge/Endlosschleife, in einem ca. eineinhalbminütigem Klangstück zu hören; Klang – Stille – Klang - Stille usw. Durch die immer wiederkehrende Abfolge von Stimme und Pause könnte hier der Eindruck erweckt werden, dass die Arbeit einen meditativen Charakter bekommt.

Hinter dem Vorhang befindet sich an der Wand eine eingerahmte transparente Druckplatte.
Rechts hinten auf der Rückseite der durchsichtigen Platte festigte ich eine Zeichnung meines inzwischen verstorbenen Vaters.
Ich fand die Zeichnung in einem Gartenbuch meiner Eltern. Diese von ihm einst mit einem Radiergummi nahezu ausradierte Zeichnung stellt eine nachempfundene Rose dar.
Links daneben ritzte ich dasselbe Rosenmotiv mit einer Kaltnadel/Radiernadel auf die Druckplatte.
Hierdurch wollte ich eine Brücke schlagen zu der Zeichnung meines Vaters.
Darauf folgend goss ich eine purpurfarbene Glasfarbe auf die Vorderseite (bzw. der Rückseite) der Platte. Ich ließ die Glasfarbe verlaufen, ohne einzugreifen.
Die restlichen blauen Fetzen der Schutzfolie auf der Platte, ließ ich unberührt.


Mit dieser Arbeit möchte ich darauf hinweisen, dass Gewalt keine Lösung sein kann.


 

KurzClip zu Passion 2020; Link zur Seite: videos_passion_2020

 © M.Meinold