Monika Meinold

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 connections 2020-21/90°/180° turnings/finished turns



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Zeichenserie 121 Zeichnungen:
August 2020 bis Mai 2021

finished turns (statisch)
90°/180° turning
s/Diashow

Bleistift auf Papier

Passepartout; Innenkreis/Quadrat;
Format: Ø 20 cm/20 x 20 cm
Außenformat: 30 x 30 cm





Erläuterungen zur Serie Connections 20/21



Von Anfang August 2020 bis Mitte Mai 2021 arbeitete ich an dieser Serie. Sie ist genau genommen eine Parallelarbeit zu JUMP.
Es sind insgesamt 121 Zeichnungen zur Serie Connections entstanden. Jedes Blatt wurde während des Arbeitsprozesses mehrmals um 90 ° nach rechts bzw. nach links gedreht.
Diese Technik des Drehens entdeckte ich für mich Anfang der 90er Jahre (Siehe unter VITA: Über meine Zeichnungen).

Das quadratische Blattformat lässt sich mit Hilfe dieser Herangehensweise, gleich einem Roulette-Kreiselspiel handhaben. Jedes Blatt ist ein Unikat.
Daran reizt mich, dass ich vorab nicht weiß, wie sich der Prozess oder die Geschichte zum Ende hin entwickelt.

Die Bearbeitung einer Zeichnung kann mehrere Tage dauern. Ausschlaggebend hierbei ist für mich, dass der Ablauf möglichst offen bleibt. Das Zufällige zulassen können, erfordert auch Achtsamkeit/Aufmerksamkeit.
Es benötigt ein gewisses Interesse, Risiken einzugehen, es wagen zu wollen mit der Konsequenz, am Ende verloren zu haben. Die vorab entstandene schöne Darstellung oder das Gelungene wieder aufzugeben oder fallen zu lassen (indem ich es durch die weitere Bearbeitung zerstöre).
Eigentlich wäre es ideal, den Moment zu erhaschen oder den Zeitpunkt zu erwischen, beziehungsweise zu erkennen, wann der Siedepunkt erreicht ist.

Vorlagen, wie BergkraxlerInnen oder Hasengestalten, dienten mir als Inspirationskick.
Die Subjekte sind miteinander verbunden/verflochten, auch aneinander gekoppelt, ziehen sich an oder stoßen sich ab.
Es entfalten sich neue/undefinierbare Gestalten, eine Art Neuschöpfung, welche es faktisch nicht gibt.
Sie erinnern vielleicht an Tiergestalten, wie Eulen, Pferde, Stiere etc., oftmals weniger an die Gestalt eines Hasen oder Bergsteigers. Es entstehen Zufallsgestalten.

Von Blatt zu Blatt werden im Grunde short stories erzählt, diese bleiben aber zum Ende hin offen. Einige der bearbeiteten Blätter sind mit Graphitstrichen überhäuft; diese sind nicht mehr als Einzelstriche erkennbar. Aus dieser sogenannten zugemüllten Graphitmasse entpuppt sich eine mysteriöse Massenform. Trotz ihrer Schwere und dem Nebulösen an ihnen, erscheinen diese Formen nicht verbarrikadiert. Vielleicht deswegen, weil der Bewegungsmoment noch in ihnen wohnt.




 
© M.Meinold